Die Finanzierung für das Wohnheim an der Jakobstraße steht

Bayreuth
von Frank Schmälzle
Nordbayerischer Kurier

Bauantrag kurz vor der Fertigstellung – Im Sommer 2015 sollen 150 junge Leute einziehen.

Foto: Frank Schmälzle Architekt Dirk Ellmer (links) und Projektentwickler Harald Giera wollen den Bauantrag für das Studentenwohnheim an der Jakobsstraße in diesem Monat einreichen. Sobald er genehmigt ist rücken die Bagger an.
Foto: Frank Schmälzle
Architekt Dirk Ellmer (links) und Projektentwickler Harald Giera wollen den Bauantrag für das Studentenwohnheim an der Jakobsstraße in diesem Monat einreichen. Sobald er genehmigt ist rücken die Bagger an.

Fortschritt beim geplanten Studentenwohnheim an der Jakobstraße. Nachdem der Stadtrat der Änderung des Bebauungsplanverfahrens zugestimmt hat, steht jetzt auch die Finanzierung der Anlage mit drei Gebäuden und 150 Wohnungen. Ein Generalinvestor sorgt für das Geld. Die Wohnungen sollen nach Abschluss der Bauarbeiten weiterverkauft werden.

Voraussichtlich wird die Studentenwohnanlage „Campus Jakobshöhe“ im September 2015 fertiggestellt sein. Das erklärten der Architekt Dirk Ellmer und Harald Giera, Geschäftsführer der Firma Giera Projektentwicklung. Mit Hilfe des Investors bauen die beiden Bayreuther Partner in den nächsten Monaten eine Wohnanlage mit insgesamt rund 4000 Quadratmetern Wohnfläche.

Die sind verteilt auf drei dreigeschossige Gebäude. Bauen wird die Anlage eine Firma aus Mindelheim. Derzeit bereiten Ellmer und Giera den Bauantrag vor, sobald die Stadt den genehmigt hat, soll der Bau beginnen. Erste Rodungsarbeiten haben bereits stattgefunden. Die Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs GmbH prüft derzeit, ob sie an der neuen Wohnanlage ein Blockheizkraftwerk einrichtet. Sorgen, dass es demnächst mit ihrer Ruhe vorbei ist, wenn 150 Studenten einziehen, müssten sich Anwohner im Stadtteil Saas nicht machen, sagen Ellmer und Giera. Die Wohnanlage soll vorrangig über die Spitzwegstraße erreichbar sein. Damit werde der Verkehr aus dem Wohngebiet herausgehalten.

Auch das Argument, in Bayreuth entstehe zurzeit ein Überangebot an Studentenappartements, lassen Ellmer und Giera nicht gelten. Sie erinnern an den Hilferuf des Studentenwerks, das im Herbst vergangenen Jahres darauf hingewiesen hatte, dass 1500 Studenten auf der Suche nach einer Bleibe sind. „Selbst unser Projekt und das Wohnheim mit 250 Einheiten, das gerade in der Innenstadt entsteht, wird den Bedarf nicht decken“, sagt Architekt Ellmer.

Mit der Zustimmung zur Änderung des Bebauungsplans, der auch für das 8100 Quadratmeter große Grundstück des Campus Jakobshöhe gilt, hatten die Stadträte Bedenken aus dem Rathaus beseitigt: In Plänen der Stadt geistert nach wie vor eine Straße herum – die Südtangente. Sollte die doch noch gebaut werden, müssten Lärmschutzmaßnahmen an dem Studentenwohnheim greifen.Zweites Hindernis: Die Anlage wird auf einem Areal gebaut, das als Mischgebiet ausgewiesen war. Wohnen ist dort zulässig, allerdings waren nur Betriebswohnungen für angrenzende Unternehmen erlaubt.

Studentenwohnheim Campus Jakobshöhe

Studentenwohnheim Campus Jakobshöhe Bayreuth

Die Projektentwicklung für das Studentenwohnheim “Campus Jakobshöhe” in Bayreuth wurde erfolgreich abgeschlossen.
Zusammen mit dem Investor wurde der Baubeginn für 2014 festgelegt, so dass einer Eröffnung zum Wintersemester 2015 nichts im Wege steht.

Weitere Informationen zum Projektstand finden Sie hier:

Auf dem ca. 8.134 m² großen Grundstück entstehen 3 Gebäude mit insgesamt 150 Studentenapartments.

Kauf- und Mietinteressenten können sich ab sofort an uns wenden.

Anprechpartner:
Dirk Ellmer
Architekt
Tel. +49 (0)921-1695

NW III Labor- und Praktikumsgebäude hat Lehrbetrieb aufgenommen

Der dringend benötigte Raumbedarf an Labor- und Praktikumsflächen an der Universität Bayreuth wurde abgedeckt.
Das neue Labor- und Praktikumsgebäude für Naturwissenschaften NW III hat die Nutzung aufgenommen.

Der Lehrstuhl Material- und Prozeßsimulation bezog die Räumlichkeiten bereits am 08.05.2013.
Der Lehrstuhl Biochemie ist am 27.05.2013 umgezogen.

Ansicht Haupteingang
Ansicht Haupteingang NWIII Universität Bayreuth  © Dirk Ellmer

Ansicht Haupteingang © Dirk Ellmer
Ansicht Haupteingang NWIII Universität Bayreuth © Dirk Ellmer

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Ansicht Haupteingang NWIII Universität Bayreuth © Dirk Ellmer

Der Hörsaal mit seiner geschwungenen Form bietet Platz für 140 Studenten.

Hörsaal NWIII Universität Bayreuth © Dirk Ellmer

Hörsaal
Hörsaal NWIII Universität Bayreuth © Dirk Ellmer

Labor Biochemie © Dirk Ellmer
Labor Biochemie NWIII Universität Bayreuth © Dirk Ellmer

Die Labore des Lehrstuhles Biochemie befinden sich auf der Nordseite des Gebäudekomplexes.
Die einzelnen Labore sind über eine Erschließung an der Fassadenseite untereinander verbunden.

Labor Praktikum © Dirk Ellmer
Labor Praktikum NWIII Universität Bayreuth © Dirk Ellmer

Der Servercluster für High Performance Computing mit einer Kühlleistung von 250 Kilowatt  (Projektvolumen ca. 1,25 Mio. €) steht ebenfalls zur Nutzung bereit.
Die Ressourcen dieses Hochleistungsrechners (Linux-Cluster) werden hauptsächlich für rechenintensive Aufgaben der Lehrstühle Biochemie, Material- u. Prozesssimulation sowie für den Lehrstuhl Physik genutzt.

NWIII_Server-Cluster
Server-Cluster NWIII Universität Bayreuth © Dirk Ellmer

Neubau eines Labor- u. Praktikumsgebäudes für Natur- u. Ingenieurwissenschaften NW III Universität Bayreuth

Naturwissensachften III Universität Bayreuth
Naturwissenschaften III Universität Bayreuth – Brechensbauer, Weinhart + Partner Architekten – München

Daten und Fakten:

Bauherr: Freistaat Bayern
Projektleitung: Staatliches Bauamt Bayreuth
Entwurf, Planung: Brechensbauer, Weinhart + Partner Architekten
Ausschreibung, Vergabe, Bauleitung: Ellmer & Ellmer GmbH
Bauzeit: September 2010 bis Herbst 2012
Hauptnutzfläche: 3.000 m²
Bruttogrundrissfläche: 7.990 m²
Bruttorauminhalt: 34.800 m³
Gesamtbaukosten: ca. 19,6 Mio. Euro

Der Prozess mit dem Kongress

BAYREUTH
von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier

Die Frage steht immer noch bleischwer im Raum: Braucht Bayreuth ein Kongresszentrum? Am Ende des Gezerres um das Konzept mit der Brauerei Maisel, das zum Teil unwürdige Züge angenommen hatte, stand die Rolle rückwärts des Stadtrats: Dieses eine wollen wir nicht, aber wir hätten natürlich schon gern eins. So ist es nur logisch, dass die Architekten Peter und Dirk Ellmer Morgenluft wittern für ihre Idee, ein Kongresszentrum an die Stadthalle anzugliedern. Brigitte Merk-Erbe selbst hat die Idee kurz im Kurier-Interview aufgegriffen, ohne konkret zu werden oder in die Tiefe zu gehen.

Natürlich hätte eine solche Kombilösung Charme. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können, ist auf  jeden Fall günstiger, als einen Solitär zu bauen. Und die Stadthalle als reines Theater statt als Allzweckhalle zu betreiben, ist ohnehin der Wunsch der Zuschauer auf der einen und der Techniker, Schauspieler und Musiker auf der anderen Seite. Reines Theater heißt bessere Akustik, bessere Möglichkeiten, weniger Kompromisse. Zudem ist es tatsächlich eine kluge Idee, dass eine Stadthallensanierung ohne größere Probleme, was die Ausweichspielstätte betrifft, durchgezogen werden könnte, wenn man in die direkte Nachbarschaft ausweichen kann: in den Kongressteil. Die Parkplätze auf  dem Geißmarkt, die dem Anbau zum Opfer fallen würden, würde außerdem ohnehin kaum einer vermissen: Es parken ja nur sehr wenige dort.

Für eine Kombilösung spricht auch noch etwas: Die Nähe zu dem, mit dem Bayreuth in den nächsten Jahren massiv punkten können wird, dem Welterbe, den Bauten Wilhelmines. Und natürlich der gefühlt besseren Anbindung an die Innenstadt, weil alles rund um Stadthalle und Kongresszentrum im verkehrsberuhigten Bereich zu erreichen ist.

Der weitaus wichtigste Punkt allerdings ist, dass der fünf Jahre alte Plan der Ellmers jetzt wieder Wellen schlägt und eine neue Standort-Diskussion auslöst, die einen kurzen Prozess unabdingbar macht. Und genau das ist in Bayreuth stets der Knackpunkt: Schnell geht gar nichts, mutig ist man auch eher selten. Die Stadträte und die Verwaltung müssen sich innerhalb weniger Wochen oder Monate erklären. Denn die Sanierung der Stadthalle duldet keinen größeren Aufschub mehr. Spätestens im kommenden Jahr müssen die Bauarbeiten beginnen. Es geht jetzt um viel Geld – das die Stadt nicht hat. Und die Frage: Brauchen wir ein Kongresszentrum?

Kombilösung als Königsweg?

Stadthalle und Kongresszentrum als siamesische Zwillinge: Auf diese Lösung setzt der Architekt Dirk Ellmer. Die Idee von 2007 könnte jetzt durch den neuen Prüfauftrag des Stadtrats an die Verwaltung neue Aktualität bekommen.

Kombilösung als Königsweg?

Architekt Dirk Ellmer setzt auf Weiterentwicklung seines Vorschlags für ein Kongresszentrum an der Stadthalle

BAYREUTH
von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier

Es ist fast auf den Tag genau fünf Jahre her, dass Architekt Dirk Ellmer seine Vorstellung von einer Lösung für ein Kongresszentrum im Kurier exklusiv vorgestellt hat: Kongress und Kultur an der Stadthalle eine Kombilösung, die jetzt neue Aktualität bekommt.

Dirk Ellmer sagt, das “wir bewusst alle Diskussionen vorüberziehen ließen, um ein bisschen Ruhe einkehren zu lassen. Wir möchten eine sachliche Diskussion, ohne Emotionen”, wenn der Vorschlag noch einmal ins Rennen geschickt werde.” Wir sind aber in den vergangenen Wochen immer wieder von unterschiedlicher Seite angesprochen worden, warum wir die Idee nicht weiterverfolgen”, sagt Ellmer. An der Idee von Damals hat sich in den Grundzügen wenig geändert: Nach Dirk Ellmers Worten, der zusammen mit seinem Vater Peter die Gesellschaft für Planung und Projektentwicklung Ellmer und Ellmer leitet, ist zwischen 2006 und 2007 in knapp einjähriger Planungsphase die Idee gereift, an die Stadthalle eine filigrane Kongress-Architektur anzugliedern, die etwa zwei Drittel des jetzigen Geißmarktplatzes einnehmen soll. Das großzügig verglaste und zur Westseite wellenförmig angelegte Gebäude schließt direkt an die Stadthalle und Kleines Haus an – was in einer kombinierten Nutzung von Stadthalle und Kongressanbau Kapazität für Kongresse mit mehreren tausend Teilnehmern bieten könnte. Ellmer spricht von 1250 Plätzen allein im geplanten großen Kongress-Saal, im Tagungsbereich kommt er nach aktuellen Berechnungen auf bis zu 2345 Plätze.

“Die Stadthalle könnte als reines Theater genutzt werden – was ihre Zukunftsfähigkeit erhöht. “

Architekt Dirk Ellmer

Architekt Dirk Ellmer
Foto: Eric Waha

Im Gegensatz zur früheren Planung hat Ellmer auch für die Hotelfrage eine Lösung auf dem Gelände parat und zusätzlich eine weitere Option in der Nähe in der Tasche. “Wir könnten auf und neben dem Kongressteil ein Hotel mit 100 Zimmern vorsehen, ohne mit der Sichtachse zum Hofgarten in Konflikt zu kommen”, sagt der Architekt.
Was die Planung, die mit Auslöser für eine Debatte um ein Kongresszentrum für Bayreuth war, aus Sicht des Architekten reizvoll macht, ist die mehrfache Symbiose, die möglich wird: “Es kann sehr viel gemeinsam genutzt werden: Heizung und Catering, zum Beispiel, können für die Stadthalle und das Kongresszentrum gemeinsam vorgehalten werden. Außerdem wäre es möglich, erst den Kongressteil anzubauen – die Tiefgarage unter dem Geißmarkt muss ja ohnehin dringend saniert werden – und dann im Anschluss die Stadthalle sanieren. Konzerte und Theater können in der Zeit ins Kongresszentrum ausweichen.” Die Tiefgarage könne nach der aktuellen Planung um mehr als 100 Plätze  in Richtung Hofgarten erweitert werden. “Ohne dass es Probleme mit dem Grundwasser geben würde. Das haben wir geprüft und mit der Schlösserverwaltung abgestimmt.”, sagt Ellmer.  “Ein großer Vorteil ergäbe sich auch für die Stadthalle: Die könnte dann nämlich als reines Theater genutzt werden- was ihre Zukunftsfähigkeit deutlich verbessert.”

Die innenstadtnahe Kombilösung, zu deren Kosten Ellmer zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage treffen will, würde dem angekündigten Sparkurs der Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe – die im Kurier-Interview die Ellmer-Lösung angeschnitten hatte – entgegenkommen, sagt der Planer.

Stadtbaureferent Hans-Dieter Striedl, der vom Stadtrat den (erneuten) Auftrag hat, Vorschläge für ein Kongresszentrum zu erarbeiten, sagt auf Nachfrage: “Die Lösung an der Stadthalle ist sicher eine der Denkvarianten. Der Knackpunkt wird bei allen Lösungen jedoch die Finanzierbarkeit sein.” Die Stadt müsste – trotz klammer Kasse- so ein Projekt selber tragen. “Es gibt sehr wenige, privat getragene Kongresszentren in Deutschland, was Hinweis darauf ist, dass so etwas wohl eher weniger wirtschaftlich funktioniert, sondern dass man natürlich auf Umwegeffekte setzen müsste – und dann den gesamtwirtschaftlichen Effekt für die Stadt betrachten muss.” Mit der Sanierung der Stadthalle könne man in jedem Fall nicht mehr lange warten, “in wichtigen Bereichen müssen wir spätestens nächstes Jahr ran”.

Der Grundstein für das NW III ist gelegt

Link zu den Projektdaten

Pressestelle der Universität Bayreuth
Frank Schmäzle

Neubau soll bis Herbst 2012 fertig sein – Investition: 16,5 Millionen Euro

Der Bayerische Wissenschaftsminister, Dr. Wolfgang Heubisch, der Präsident der Universität Bayreuth, Professor Dr. Rüdiger Bormann, und Bayreuths Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl haben den Grundstein für ein neues Labor- und Praktikumsgebäude auf dem Campus gelegt. Das Bauwerk soll zu Beginn des Wintersemesters 2012 fertig gestellt sein und ist mit Gesamtkosten in Höhe von 16,5 Millionen Euro veranschlagt. Der Neubau, der von naturwissenschaftlichen Disziplinen an der Universität Bayreuth genutzt werden wird und die Kurzbezeichnung NW III trägt, wird aus dem Sonderprogramm „Steigende Studierendenzahlen“ des Freistaats Bayern finanziert. 3335 Quadratmeter Nutzfläche bietet das von den Münchner Architekten Brechensbauer, Weinhardt und Partner gestaltete Gebäude – Platz, der an der Universität Bayreuth dringend gebraucht wird. Während im Kellergeschoss des sich in die Hanglage nördlich der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften einfügenden Baukörpers Versorgungseinheiten und ein Systemraum für Rechencluster untergebracht sind, ist im Erdgeschoss der größte und sichtbarste Gebäudeteil vorgesehen: Ein Hörsaal mit 140 Plätzen entsteht hier – benachbart von Seminarräumen, die lehrstuhlübergreifend genutzt werden können. Zudem hat hier der neue, noch nicht besetzte Lehrstuhl für Mechatronik sein Domizil.
Der Neubau entschärft nicht nur die sich zuspitzende Raumsituation in den Naturwissenschaften, er macht zugleich auch eine inhaltliche Weiterentwicklung an der Universität Bayreuth möglich. Das erste Obergeschoss bietet den drei Professuren der Biochemie Platz. Im zweiten Obergeschoss wird Frau Professor Dr. Heike Emmerich mit ihrem Lehrstuhl „Computational Materials and Process Simulation“ gute Arbeitsbedingungen vorfinden. Und auch die Geowissenschaften nutzen dort vorhandene Flächen.
„Das neue Gebäude mit dem Hörsaal, den Labors, Büros, seinen insgesamt acht Seminar- und zwei biochemischen Praktikumsräumen federt unseren dringenden Raumbedarf im naturwissenschaftlichen Bereich ab“, erklärt Vizekanzlerin Ricarda Rabenbauer. „Auch wenn wir nicht nur in diesen Disziplinen Raumnot spüren: Angesichts des doppelten Abiturjahrgangs wird der Neubau seinen Beitrag dazu leisten, die Studienbedingungen an der Universität Bayreuth auf hohem Niveau zu halten.“ Die Ausbauplanung der Universität Bayreuth sieht zudem vor, die Studiengänge im Bereich der Biochemie und der Ingenieurwissenschaften auszuweiten.
Nicht zuletzt aufgrund der stetig steigenden und die Universität stark belastenden Energiekosten haben die Münchner Planer, die den Architektenwettbewerb für sich entschieden hatten, einen kompakten Baukörper mit einem guten Verhältnis von Außenfläche und Volumen entworfen. „Bei der Baukonstruktionen und der Auswahl des Ausbaumaterials legten sie Wert auf möglichst niedrige Bauunterhalts und Bewirtschaftungskosten“, so Reinhard Schatke, für die Universität zuständiger Abteilungsleiter im Bereich Hochbau des Staatlichen Bauamts Bayreuth, das die Projektleitung innehat und für die kosten und termingerechte Umsetzung der Baumaßnahmen auf dem Campus verantwortlich ist. Der Neubau wird als Massivbau in Stahlbeton mit einer flächigen Fassadenverkleidung aus Metallkassetten errichtet. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage installiert. Und auch in einem weiteren Punkt ist die Planung der Architekten aus der Landeshauptstadt durchaus zukunftsweisend: Sie haben bei ihrer Arbeit den Umgriff des Neubaus mit Bedacht genutzt und damit die Verfügungsfläche für ein weiteres naturwissenschaftliches Gebäude berücksichtigt.

1,9 Mio. Euro Förderung für die energetische Modernisierung der Staatl. Gesamtschule Hollfeld

Regierung von Oberfranken
Pressemitteilung-Nr.: 168/09

Für die Maßnahmen zur energetischen Modernisierung der Staatlichen Gesamtschule in Hollfeld hat die Regierung von Oberfranken jetzt den Bewilligungsbescheid über 1,954 Mio. € an den Zweckverband Gesamtschule Hollfeld übersandt.
Die Investition ermöglicht es, den Energiebedarf der Schule, die über rd. 15.000 m² beheizte Fläche verfügt, künftig deutlich zu reduzieren. Vorgesehen sind energetische Maßnahmen wie der Austausch der Fenster- und Glasfassaden einschließlich Sonnenschutzmaßnahmen und Wärmedämmmaßnahmen am Dach.

An den Fördermitteln beteiligt sich der Bund mit 1.675.200 € und das Land Bayern mit 279.200 €. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rd. 2,2 Mio. €. Der Zweckverband Gesamtschule Hollfeld trägt rund 280.000 €.

Zentraljustizgebäude Hof

Der Erweiterungsbau (Neubau) des Zentraljustizgebäudes in Hof befindet sich an der östlichen Grundstücksgrenze entlang der Ernst- Reuter- Straße. Das Grundstück fällt hier auf einer Länge von 120 m um ca. 6 m. Der Neubau ist als zweibündiger Verwaltungsbau in Nord-Süd Richtung konzipiert. Das bestehende Hochhaus wird abgerissen und durch den Neubau ersetzt. Die Grundfläche des Neubaus erstreckt sich auf die Länge von ca. 88 m und einer Breite von ca. 13 m. Die Höhenentwicklung entlang der Ernst-Reuter-Straße bewegt sich zwischen ca. 19 bis 25 m und umfasst drei Untergeschosse, Erdgeschoss sowie vier Obergeschosse. Die dadurch entstehende Kubatur von 31.753 m³ wird so angeordnet, dass sich der Straßenraum entlang der Ernst-Reuter-Straße schließt. Der Neubau fügt sich in die bestehende Struktur ein und setzt besonders durch die Verschiebung nach Norden in Richtung Straßenraum der Jahnstraße einen wesentlichen städtebaulichen Akzent. Im Westen schließt der bestehende Flachbau des Zentraljustizgebäudes an den Neubau an, der hier als siebengeschossiger Gebäuderiegel aufragt und gleichsam das Rückgrat bildet.

  • Neubau Zentraljustizgebäude
  • HU- Bau
  • Entwurfsplanung
  • Genehmigungsplanung
  • Nutzfläche 5.020 m²
  • Umbauter Raum 31.753 m³
  • Kosten ca. 22 Mio. €